Open Access, Open Content und Entwicklungszusammenarbeit
Am gestrigen Mittwoch, 2. Mai, fand im Kölner newthinking store wieder eine Veranstaltung in der Reihe Open Source und Entwicklungszusammenarbeit statt. Diesmal ging es um die offene Lizenzierung digitaler Inhalte, die Relevanz von Open Access und Open Content für Bildung und Forschung in Ländern des globalen Südens, und Argumente für Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit eigene Publikationen beispielsweise unter einer Creative Commons Lizenz zu veröffentlichen.
Nach einer Einführung meinerseits ins Thema – Konzepte; Situation hinsichtlich Verfügbarkeit und Sichtbarkeit von Literatur + Bildungsinhalten in Afrika; Open Access zu wissenschaftlichen Publikationen; Bildungsinhalte als Open Content; Chancen von offenen Lizenzen für in der Entwicklungszusammenarbeit tätige Organisationen – ging es mit einer praktischen Einführung in die Creative Commons Lizenzen weiter. Nicole Ebber zeigte die verschiedenen CC-Lizenz-Variationen und wie man Schritt für Schritt bei der Lizenzierung eigener Veröffentlichungen im Netz vorgeht. Geraldine de Bastion als Vertreterin der deutschen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit erläuterte dann, welche Rolle die Themen Open Source und Open Content in entwicklungspolitischen Überlegungen und Aktivitäten von BMZ, GTZ, InWEnt und KfW spielen.
Es entstanden verschiedene Diskussionsstränge auch zu verschiedenen angrenzenden Themen wie Internet-Infrastruktur als Voraussetzung um überhaupt auf digitale Inhalte zugreifen zu können, den Stellenwert von Open Source/Access/Content in der entwicklungspolitischen Diskussion und den weiteren Handlungsbedarf mehr Bewusstsein zu wecken, und ging schliesslich über zu den Möglichkeiten des Open Source Software Einsatzes bei allgemein wenig verfügbarer IT-Expertise in Projekten in Mali. Vielen Dank den Mitreferentinnen und Interessierten (vor allem auch denjenigen, die bereits bei beiden Veranstaltungen dabei waren).
